Startseite   |    Ergebnisse   >  Innovationssystem

 

Innovationssystem

  Für nähere Information klicken Sie auf eines der Aufgabenfelder:
   
 

 

   
 

Das Bezugsobjekt des Innovationscontrollings ist im vorliegenden Forschungsprojekt das betriebliche Innovationssystem. Es umfasst alle Akteure, die den Innovationserfolg beeinflussende Aufgaben erfüllen. Damit die Konzeption Anspruch auf Allgemeingültigkeit besitzt, wird jedoch nicht auf Ebene der Akteure, sondern auf Ebene der Innovationsaufgaben modelliert. Denn die Akteursebene ist individuell in jedem Unternehmen anders, bestimmte Aufgaben hingegen werden in einer ähnlichen Form überall ausgeführt (oder besser: sollten im Sinne eines optimalen Innovationssystems überall ausgeführt werden).

Zur Modellierung des betrieblichen Innovationssystems wird in diesem Forschungsprojekt ein top-down-Ansatz verwendet werden. D.h., das Innovationssystem wird zunächst als Ganzes, als Blackbox, betrachtet, die schrittweise in immer kleinere Aufgabenblöcke untergliedert wird. Die grobe Unterteilung der Blackbox Innovationssystem erfolgt anhand zweier grundlegender Kriterien, deren Verschachtelung eine Matrix mit vier Feldern ergibt.

Das erste Gliederungskriterium geht auf Schumpeter zurück, der bereits Anfang des 20. Jhdts das Hervorbringen von Innovationen als ständiges Wechselspiel zwischen Entscheidungsfällung und Durchsetzung sah. Diese Zweiteilung der Innovationsaktivitäten ist in diesem Projekt sinnvoll, da beide Aufgabengruppen grundlegend verschiedene Ansprüche an ein Innovationscontrolling stellen. Entscheidungsaktivitäten verlangen nach umfassender Information zur Rationalisierung der Entscheidung. Der Fokus liegt hier auf der Effektivität. Durchsetzungsaktivitäten müssen sich hingegen an ihrer Effizienz messen lassen. Das Innovationscontrolling soll zu deren Steigerung beitragen.

Die Entscheidungsfällung bei Schumpeter soll in dieser Arbeit als die laufende Selektion von Innovationsaktivitäten bezeichnet werden. Die Durchsetzung bei Schumpeter wird hier als die Durchführung von Innovationsaktivitäten bezeichnet. Diese Kategorisierung der Aufgaben soll als Beschriftung der Abszisse der Matrix verwendet werden.

Die Beschriftung der Ordinate hingegen lehnt sich an eine gebräuchliche Untergliederung des Managements im Allgemeinen und des Innovationsmanagements im Speziellen an. Hier wird oft in strategische vs. operative Gesichtspunkte untergliedert. Da das Controlling dem Management zur Seite gestellt ist, hat sich auch in der Controllingliteratur die Unterscheidung strategisch vs. operativ etabliert. Auch die in dieser Arbeit herzuleitende Controllingkonzeption wird diese Unterschiede berücksichtigen müssen. Deshalb unterteilt die Ordinate der Matrix die Innovationsaktivitäten in solche mit operativer und solche mit strategischer Ausrichtung.

   
Entscheidung über Innovationsstrategie Optimieren von Enablern und strategischen Erfolgsfaktoren Entscheidung über Fortsetzung, Abbruch, Modifikation von Innovationsprojekten Planen und Ausführen von Innovationsprojekten