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Ablauf der Untersuchung

 

Bei der Konzipierung eines Innovationscontrollings muss man sich zwei grundlegende Fragen stellen:

  • Was gilt als Bezugsobjekt eines Innovationscontrollings?
  • Welche Services hat das Controlling zu erbringen?

Erst wenn diese beiden Fragen beantwortet sind, kann die endgültige Frage nach der Ausgestaltung eines Innovationscontrollings beantwortet werden:

  • Welche Bezugsgruppen verlangen nach welchen Innovationscontrollingservices?

 

Zum Bezugsobjekt:


Controlling erfüllt generell eine Dienstleistungsfunktion für das Management. Folglich lässt das Innovationscontrolling seine Dienste dem Innovationsmanagement zukommen, also all jenen Akteuren im Unternehmen, die dispositive Tätigkeiten zum Hervorbringen von Innovationen ausüben. Die Gesamtheit dieser Akteure bildet das betriebliche Innovationssystem.

Dieses Innovationssystem umfasst nun aber Akteure mit sehr heterogenen Aufgabenfeldern: Projektleiter von Innovationsprojekten, Portfoliomanager, die über Start, Fortsetzung oder Abbruch von Innovationsprojekten entscheiden, das obere Management, das die Innovationsstrategie definiert, F&E-Bereichsleiter, die den Ausbau des technologischen Know-Hows vorantreiben, etc. All diese Akteure haben höchst unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche an ein Innovationscontrolling.

Deshalb soll zunächst die Frage nach dem Umfang und der Strukturierung des betrieblichen Innovationssystems beantwortet werden. Ergebnis ist eine modellhafte Darstellung des Innovationssystems, wobei folgende Anforderungen an dieses Modell gestellt werden:

  • Das Modell muss sämtliche Aufgaben, die zum Innovationserfolg beitragen, miteinschließen.
  • Diese Aufgaben sollen so gebündelt werden, dass homogene Gruppen mit jeweils ähnlichen Ansprüchen an das Controlling entstehen.

Siehe hierzu Menüpunkt "Ergebnisse > Innovationssystem".


Zu den Controllingservices:


Als nächstes muss der Umfang der potenziellen Innovationscontrollingservices abgesteckt werden. In diesem Zusammenhang muss bemängelt werden, dass Controlling manchmal mit Kontrolle gleichgesetzt wird und viele, für das Innovationsmanagement nützliche Services, nicht erbracht werden.

Dieses Forschungsprojekt orientiert sich, was die Controllingservices anlangt, an der allgemeinen deutschsprachigen Controllingliteratur. Im deutschen Sprachraum wird Controlling als viel umfassender gehandelt als dies im angloamerikanischen Raum der Fall ist. Doch selbst in der deutschen Literatur werden verschiedene Auffassungen zum Controllingbegriff vertreten. Aufgabe in diesem Forschungsprojekt ist es deshalb, sämtliche Controllingservices zu identifiziert und im Kontext des Innovationsmanagements darzustellen.

Siehe hierzu Menüpunkt "Ergebnisse > Controlling".


Zur Ausgestaltung eines Innovationscontrollings:


Werden die Ergebnisse zum Bezugsobjekt mit jenen zu den Controllingaufgaben verschachtelt, ergibt dies ein umfassendes Innovationscontrolling. Vergleicht man diese Konzeption mit bereits bestehenden Innovationscontrolling-Konzeptionen der Theorie sowie mit Ansätzen in der Unternehmenspraxis, können jeweils Lücken aufgezeigt werden.

Diese Lücken werden in einer empirischen Untersuchung hinterfragt. Zu diesem Zweck werden Interviews geführt, in denen Vertreter ausgewählter innovativer Unternehmen mit der Innovationscontrolling-Konzeption konfrontiert werden. Auf diese Weise sollen wertvolle Erkenntnisse zur Anwendbarkeit der einzelnen „Module“ der Konzeption gewonnen werden. Weiters kann aufgezeigt werden, wo die Praxis momentan steht und in welche Richtung die aktuellen Entwicklungen gehen.

Siehe hierzu Menüpunkt "Ergebnisse > Innovationscontrolling".